Bei uns fällt alles auf fruchtbaren Boden

Kopf oder Bauch,
Mensch oder Natur,
Ökologie oder Ökonomie,
Individualität oder Gemeinsamkeit,
Wachstum oder Innehalten
Herkunft oder Zukunft
Leben oder Lebensfreude,
Idealismus oder …

– auf der Domäne Fredeburg arbeiten wir jeden Tag dafür,
dass aus dem „oder“ immer wieder ein „und“ wird.

1991 sind wir auf der Domäne Fredeburg mit nichts als dieser Vision gestartet. Wir waren eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft, die daran glaubte, dass der respektvolle Umgang mit der Natur als Basis des biologisch-dynamischen Landbaus nicht nur möglich, sondern ökonomisch und ökologisch sogar sinnvoll und notwendig ist.

Es begann wie ein großes, viel belächeltes Abenteuer, das dank der zunehmenden Akzeptanz der Bio-Landwirtschaft in der Bevölkerung, aber auch unserer Beharrlichkeit und dem Glauben an unsere Vision mittlerweile viele Begleiter gefunden hat und seine Früchte trägt.

Heute wirtschaften wir auf 160 ha mit dem Anbau von Gemüse, Getreide und Kartoffeln sowie einer eigenen Saatgutzüchtung und Vermehrung im Gemüsebau. Hinzu kommen ein etwa 150 qm großer Hofladen mit komplettem Lebensmittelsortiment, eine eigene Käserei, eine 30-köpfige Milchviehherde mit eigener Nachzucht, 50 Schweine, Hühner und Gänse und nicht zuletzt vier Familien, die mit ihren Kindern fest auf und von dem Hof leben.

Es ist auch für uns manchmal unglaublich, was aus unserer Idee bereits alles geworden ist! Allen Beteiligten, Mitarbeitern, Kunden, Freunden und Begleitern ein großes „Dankeschön“ dafür.

Wie sagte schon Hermann Hesse: „Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen“!

Bereits mit der Übernahme der Domäne in 1991 haben wir auch den Verein KulturLandWirtSchaft e.V. gegründet, dessen Ziel es ist, Interessierten den ganzheitlichen Hintergrund unserer Arbeit näher zu bringen. Dies geschieht in verschiedenen Veranstaltungen. Auch unsere Hoffeste und die pädagogische Arbeit mit den umliegenden Schulen, wenn ganze Schulklassen zur Anschauung und zum Mitmachen zu uns auf den Hof kommen, haben in diesem Verein ihre Wurzeln.

Acht Menschen, die gemeinsam einen landwirtschaftlichen Betrieb führen – das sind acht unterschiedliche Persönlichkeiten, die sich immer wieder neu finden müssen. Das bedeutet viel Auseinandersetzung und Diskussion, aber auch gegenseitige Toleranz, Respekt und Offenheit im Umgang miteinander.

Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, diesen Weg gemeinsam über die letzten 20 Jahre gegangen zu sein.

Unser Weg