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Bericht einer Lehrerin

“Die Fredeburgtage gehören zum festen Alltag unserer Schule. Die Getreidetage, das Kartoffelpflanzen und der Kartoffelerntetag sind bei den Kindern und auch bei den Lehrern sehr beliebt. Ich habe mit meiner Klasse bisher den Getreidetag und den Kartoffelpflanztag mitgemacht. 

Von beiden Tagen sind mir viele besondere Bilder im Kopf geblieben. Vom Getreidetag das Bild der kleinen Zweitklässler, die in dem Roggenfeld fast verschwanden. Die Kinder, die mit Hingabe und enormer Ausdauer auf der glatten Steinplatte ihr eigenes Mehl mahlten, das anschließend mit Wasser verrührt über offenem Feuer zu leckeren Fladen verbacken wurde. Die Kinder beim Besuch der Ställe mit dem riesigen Bullen und den Schweinen in allen Größen. Keith, dessen Berufswunsch nach diesem Fredeburgtag eindeutig Bauer war. Frischer noch sind die Bilder vom Kartoffelpflanzen, das erst einige Wochen zurückliegt. Die lange Schlange der Kinder, die durch die Felder hinter dem Bauern mit der Schubkarre voller Pflanzkartoffeln bis zum Kartoffelfeld zieht. Dort werden sehr gewissenhaft die Pflanzlöcher gegraben, selbstverständlich wird dem Nachbarpflanzer, der Schwierigkeiten mit seiner Schaufel hat, geholfen, selbstverständlich pflanzt Bodo für die kranke Steffi Kartoffeln mit. Sofort bekommt man Lust auf eine Gartenbauepoche, auf einen Schulgarten, und Malte freut sich schon jetzt auf den Erntetag. Elia, der nach Hamburg gezogen ist, soll natürlich eingeladen werden. Wie kommt er sonst an seine Ernte????

Viele Kinder vertiefen und erweitern an diesen Vormittagen auf dem Hof ihr Wissen, das wir in der Schule schon theoretisch zu vermitteln versucht haben. Auch in der Schule könnten wir backen, Roggenhalme zeigen, Kartoffelpflanzen zeigen. Aber wir haben kein riesiges Kartoffelfeld, kein Roggenfeld mit Halmen, die die Kinder überragen, wir haben keine Ställe mit Tieren, wir backen nicht draußen am Stein unsere Fladen, wir haben nicht das Fachwissen der Landwirte. Wir bedanken uns, dass sie ihren Hof für uns öffnen, und freuen uns über diesen Teil des Netzes, das unsere Schule mit anderen Punkten in unserer Umgebung verbindet.”

Katharina Trede-Döring

Rückmeldung eines Schülers:

 

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Letzte Aktualisierung: 10.04.2009

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