Der Kernbereich unseres Hofes ist und bleibt die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Sie ist das inhaltliche, gedankliche und wirtschaftliche Zentrum der Domäne und dient im wahrsten Sinne als fruchtbarer Boden für unsere Aktivitäten und Ideen.

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist daher Leitbild bei der Planung und Gestaltung unseres landwirtschaftlichen Betriebes. Wir wollen hierbei weitgehend geschlossene Stoff-Kreisläufe erreichen und versuchen unseren Hof als eine Art lebendigen Organismus zu verstehen. Diesen in seiner Vielfalt und Individualität zu fördern ist ein wichtiger Angelpunkt, an dem wir uns bei Entscheidungen orientieren.

Eine Schlüsselstellung nimmt dabei unsere Rinderherde ein. Einerseits verwertet sie den Pflanzenaufwuchs des Grünlandes und schenkt uns wertvolle Milch und Fleisch. Andererseits ist der anfallende Rinderdung von ganz besonderem Wert für den Erhalt der natürlichen Bodenfruchtbarkeit. Denn bei der Düngung streben wir ein Gleichgewicht zwischen Stoffzufuhr (organischer Dünger) und Stoffabfuhr (Verkauf von Erzeugnissen) an. Wir sind überzeugt, dass jeder eingesetzte Dünger für den Boden wie ein Heilmittel wirken sollte - und eine dementsprechende Qualität aufweisen muss.

Ein zentrales Hilfsmittel unserer Arbeit sind die biologisch-dynamischen Präparate, also aus Heilkräutern, Rinderdung und Quarzmehl hergestellte Substanzen. Sie werden in geringsten Dosen eingesetzt und als Spritzpräparate oder als Düngerzusatzpräparate z.B. bei der Kompostierung verwendet. Wir erhoffen uns von ihrer Wirkung eine Förderung des Bodenlebens, des natürlichen Wachstums, der Pflanzen- und Produktqualität und der Tiergesundheit.

Zur Domäne Fredeburg gehören 162 ha Land, darunter etwa 12 ha Knicks, Feuchtbiotope und Hoffläche. 55 ha bewirtschaften wir als Dauergrünland, also nicht als Ackerfläche. Hier weiden von Ende April bis Anfang November unsere Kühe und Jungrinder und fressen sich genüsslich satt.

Die verbleibende Fläche von 95 ha bewirtschaften wir als Ackerland, wobei uns unsere achtjährige Fruchtfolge besonders wichtig ist. Hierbei achten wir auf einen Wechsel zwischen Halm- und Blattfrüchten, zwischen humuszehrenden und humusmehrenden Kulturen. Ein ausreichender Anbauabstand einzelner Kulturpflanzenfamilien verhindert weitgehend spezifische Krankheiten und Schädlinge. Die Düngung mit Rottemist und Jauche und die Aussaat von sog. Zwischenfrüchten, die ausschließlich als Gründüngung zur Bodenverbesserung dienen, sowie die Anwendung der biologisch-dynamischen Präparate helfen die Erträge stabil zu halten und die zahlreichen Bodenlebewesen ausreichend mit Futter zu versorgen.

Die Tierhaltung mit Milchvieh, Rindern und Schweinen rundet unsere Landwirtschaft ab.

Und damit auch junge Menschen den Beruf und das breite landwirtschaftliche Spektrum kennen lernen können, haben sie bei uns Gelegenheit, von großen Maschinen bis zu den kleinsten Vorgängen im Boden alles zu erleben.

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