Das alte, über Jahrhunderte bewährte Prinzip der Verbindung von Ackerbau und Tierhaltung hat in Europa zur Entstehung unserer fruchtbaren Böden beigetragen. An diesem Grundprinzip halten auch wir mit unserem Bewirtschaftungskonzept fest. So trägt der 2-jährige Kleegras-Futterbau auf  25% der Ackerfläche in Verbindung mit dem Rottemistanfall der Rinder- und Schweine wesentlich zum Erhalt und zur Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit bei. Durch den Humusaufbau dient es letztlich auch der Ertragssicherung. 

Den Mist bringen wir im Spätsommer nach der Getreideernte auf den Stoppelfeldern aus, arbeiten ihn flach ein und bestellen anschließend unsere Gründüngung bzw. die Winterbegrünung. Dadurch ist der Mist bis zum nächsten Frühjahr bereits weitgehend umgewandelt,  bevor die eigentliche Kulturpflanze bestellt wird. Ein weiterer Pluspunkt der Gründüngung ist die natürliche Bodenbedeckung und die Blütenpracht als Bienen- und Insektenweide im Herbst.   

Die Erhaltung und Förderung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ist uns ein ganz besonderes Anliegen, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, dieses Ziel in der Praxis zu erreichen! Das Befahren und Bearbeiten der Flächen mit Maschinen, aber auch andere Faktoren, z. B. die Witterung, können den Boden verdichten und ungünstig beeinflussen. Um dieses zu vermeiden, stimmen wir die Fruchtfolge, die Düngung und das Konzept der Bearbeitung so aufeinander ab, dass Schäden möglichst von vornherein vermieden werden. Hierzu gehört auch die Verwendung leichter Maschinen und der Einsatz breiter, weicher und somit bodenschonender Reifen. Neben der klassischen Bodenbearbeitung mit dem Pflug bedienen wir uns moderner Techniken der Mulch- und Direktsaat.  Unser Ziel ist ganzjährig ein immergrüner Acker (aber nicht nur mit UnkrautJ

Eine wichtige Stellschraube unserer nachhaltigen Ackerbewirtschaftung ist die Fruchtfolge. Neben dem Kleegrasanbau findet im jährlichen Wechsel ein Anbau stark und schwach zehrender Kulturpflanzen statt. Diese abwechslungsreiche, bunte Vielfalt auf unseren Feldern fördert die Lebensraumqualität und den Reichtum der wild lebenden Arten. Unser konsequenter Verzicht auf chemisch synthetische Pestizide kommt der Natur ebenfalls voll zugute. 

Zusätzlich bauen wir für die Insekten- und Vogelwelt auf ca. 2 ha der Ackerflächen so genannte Blühstreifen mit verschiedenen Ackerblumen an. Diese Flächen halten wir, genau wie Knicks, für außerordentlich wertvoll.

Auf unseren landwirtschaftlich genutzten Feldern werden in diesem Jahr 60 ha Getreide und Körnerleguminosen, 9 ha Kartoffeln, 4 ha Gemüse und 26 ha Kleegras/Futterbau angebaut. 

Ackerbau