Meine Verbindung zum Boden Teil III

Und hier das 3. Interview von Franzi Schädel: Anna und die Kühe - Oder, was haben Kühe mit der #bodenconnection zu tun?

Liebe Anna, sind Kühe wichtig für einen guten Boden?

„Definitiv! Die Kuh ist in der Lage, das Gras in hoch komplexen und effektiven Verdauungsprozessen in ein wertvolles Nahrungsmittel zu verwandeln. Auf dem Weg dorthin betreibt sie Boden- und Landschaftspflege. Viele Gräser und Kräuter brauchen den Fußtritt und den Biss der Kuh, um zu gedeihen und sich auf den Weiden und in der Grasnarbe zu etablieren. Gerade Grünland mit seinem langjährig etablierten Pflanzenbestand und der dicken Humusschicht fungiert hier als wertvoller CO2 Speicher.

Auch fungiert die Kuh als Samenträgerin, indem sie Samen über den Kot ausscheidet und an andere Orte trägt. Die Kuhfladen wiederum sind eine wertvolle Nährstoffquelle für den Boden und die Pflanzen. Das Bodenleben, die Bodenbakterien und -lebewesen werden aktiviert und ernährt. Auch ist der Kuhfladen ein Lebensort für diverse Insekten und Bakterien, die wiederum an wichtigen Symbioseprozessen beteiligt sind.

Wir sehen also: wenn wir die Kuh lediglich als Milchlieferantin oder Methan ausstoßende Umweltbombe betrachten, liegen wir falsch! In einer flächengebundenen Tierhaltung und ausgewogenen Landwirtschaft leiset sie soviel mehr Beträge für Natur und Umwelt!

Wo siehst Du Probleme im Umgang mit Boden?

„Vielen Menschen fehlt der Bezug und das Wissen, das Verständnis zum Boden. Er wird vielleicht als etwas wahrgenommen, was sowieso in rauen Mengen da ist, von manchen vielleicht sogar als etwas "Totes" gesehen. Das stimmt aber nicht. Einige werden mit dem Boden auch eher Negatives assoziieren wie z.B. "dreckig, schlammig, matschig". Dem Boden, als wesentliches Element, das unter unseren Füßen liegt, das uns erdet, uns ernährt und in dem so unglaublich viele wichtige und lebensnotwendige Prozesse stattfinden, fehlt aktuell die breite Aufmerksamkeit und eine Lobby.“

Die Zukunft des Bodens ist...?

...absolut schützenswert! Der Boden lebt, und auch wir können besser leben, wenn wir ab und zu unsere Hände in die Erde stecken  und uns im wahrsten Sinne des Wortes erden."