Meine Verbindung zum Boden

Franzi Schädel, Freundin vom Hof, Fotografin und Bloggerin spricht im September jede Woche mit einem von unseren Landwirt*innen zu dem Thema und fotografiert sie auch.

 

Sie startet mit einem Interview mit Alfons Wiesler-Trapp. Zwei tolle Veranstaltungen gibt es auch zu dem Thema.

Alfons, was verbindet dich mit dem Boden?

„Ich bin bereits als Kind von der landwirtschaftlichen Tätigkeit meiner Eltern geprägt worden. Wir lebten von dem kleinen Hof und wenn das Wetter und unser Arbeit gut waren, konnten wir als Familie von den Erträgen gut leben. Schon als Kinder und Jugendliche spürten wir unmittelbar die Auswirkungen unseres Handelns. Es war 1974, da ließ mein Vater einen Acker von einem Freund mit einem großen Schlepper pflügen. Bis dahin kannten wir auf unseren Feldern eigentlich nur die Pferdearbeit! Mein Vater war mit seinen Arbeitspferden auch damals schon vergleichsweise altmodisch unterwegs und uns Kinder nervte das tierisch. Nachdem der Acker nun zu Ende gepflügt war, mussten die groben Schollen noch mit massiver Technik zerkleinert werden, denn sein Freund hatte tiefer gepflügt als alle Bauerngenerationen mit ihren Pferden jemals zuvor. In der darauf folgenden Nacht regnete es sehr stark und unser guter und vom Schlepper total überarbeiteter Ackerboden wurde an einer leichten Hanglage ins Tal gespült. Dieses Erosionsereignis war ein sehr eindrückliches Erlebnis für mich und für uns alle! Wir spürten plötzlich unsere Verantwortung für den Boden als unsere Lebensgrundlage und lernten daraus, dass, wenn wir nicht sorgsam mit ihm umgehen, wir diesen unter unseren Füßen verlieren.“

Können wir alle einen gesunden Boden unterstützen?

 „Mit unserem Verbraucherverhalten tragen wir in allen Lebensbereichen dazu bei, welche Produkte erzeugt werden und zu welchen Bedingungen. Das gilt auch für die Lebensmittel und die Art von Landwirtschaft, welche wir fördern.
Der Ökolandbau steht z.B. für die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlage.
Wer also beste, ökologisch erzeugte Lebensmittel verzehrt, trägt alleine dadurch schon zum Bodenschutz bei. Darüber hinaus kann man sich fragen, ob man z.B. wirklich ein Auto benötigt und damit den Straßenbau indirekt fördert. Wie man ggf. seinen Garten gestaltet, ob man Flächen versiegelt oder offen hält, ob man selbst Kompost herstellt oder doch lieber Handelsdünger im Gartenmarkt kauft...

 

Die Zukunft des Bodens ist?

„Die Zukunft des Bodens ist heute und in Zukunft mit entscheidend für das Überleben der Menschheit!“

Mit diesem Link können Sie Franzi auf Instagram folgen. https://www.instagram.com/franzischaedel/